Eine obdachlose Frau in Guatemala schläft im Müll
© AP Photos
Auf der Welt gibt es über eine Milliarde Menschen, die auf der Straße leben, nicht genug zu essen und kaum Kleidung haben. Viele von ihnen können nie zur Schule gehen. Sie leben in bitterer Armut. Die Armut hat viele Ursachen. Oft finden die Menschen keine Arbeit, weil es keine Arbeit gibt oder weil sie keine Ausbildung haben.
Weitere Gründe sind Überbevölkerung und Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder lange Dürrezeiten, die oftmals zu schlechten Ernten führen. In vielen Ländern fehlen
Rohstoffe, um eine Industrie aufzubauen, die Arbeitsplätze schaffen könnte. Auch
Kriege oder die Ausbeutung durch die eigenen
Regierungen stürzen Menschen ins Elend.
Auch bei uns in
Deutschland gibt es viele Menschen, die nicht jeden Tag ausreichend zu essen haben und nur wenige Dinge besitzen. Darunter sind besonders viele alte Menschen, allein erziehende Frauen und Kinder. Die Hauptursache der Armut in unserem Land ist die hohe
Arbeitslosigkeit. Der
Staat versucht zum Beispiel durch
Sozialhilfe und
Arbeitslosengeld II, die schlimmsten Auswirkungen dieser Armut zu mildern und ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Auch Spenden und Hilfen vieler
Bürgerinnen und Bürger helfen, Not zu lindern.
Was hat Armut für soziale und psychische Folgen ???
Antwort der Redaktion:
Hallo YASA, Armut hat leider viele schlimme Folgen für die Betroffenen. Sozial sind sie oft isoliert. Leider haben viele Menschen
Vorurteile gegenüber ärmeren Menschen und wollen mit ihnen nichts zu tun haben. Vielleicht hast du das auch schon mal in deiner Klasse erlebt: Kinder, die nicht "mithalten" können, also nicht die angesagten Klamotten tragen und nicht das gefragte Handy oder den tollen MP3-
Player haben, finden häufig keine Freunde. Eine andere soziale Folge ist, dass Kinder aus armen Familien oft schlechtere Chancen haben, was die
Bildung betrifft. Sie machen seltener das Abitur und studieren kaum. Für die Psyche armer Menschen ist Armut ebenfalls ein großes Problem. Die vielen Geldsorgen zermürben auf Dauer. Eltern leiden, weil sie ihren Kindern kaum einen Wunsch erfüllen können. Arme Menschen sind traurig, dass sie so selten mal etwas unternehmen können, kein Geld für Kino, Restaurant-
Besuche oder Urlaub übrig haben. Arme Kinder können unter
Mobbing leiden. Wie du siehst, kann Armut richtig krank machen.
Hat Armut auch was mit ADIS zu tun??
Antwort der Redaktion:
Hallo MARIE,
AIDS und Armut können etwas miteinander zu tun haben. Zum einen ist es so, dass Menschen, die AIDS haben, wegen ihrer Krankheit oft nicht mehr viel arbeiten können und daher nur wenig Geld haben. Sie sind oft Außenseiter in der
Gesellschaft und schon alleine deswegen schneller von Armut bedroht. Zum anderen ist es so, dass Menschen, die AIDS bekommen, unter Umständen eher verwahrlost leben und zum Beispiel drogenabhängig sind. Diese Menschen können sich über infizierte Spritzen anstecken. Sie sind schon arm, bevor sie an AIDS erkranken.
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