Die Flagge der DDR hatte die Farben Schwarz, Rot und Gold und in der Mitte einen Ährenkranz mit Hammer und Zirkel.
Die DDR (das ist die Abkürzung für "Deutsche Demokratische Republik") entstand 1949 aus der damaligen sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und endete mit ihrem Beitritt zur
Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990. Sie umfasste das Gebiet der heutigen
Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-
Vorpommern, Sachsen, Sachsen-
Anhalt und Thüringen. Die DDR verstand sich als
sozialistischer Staat und bezeichnete sich selbst als Arbeiter-
und Bauernstaat. Die
politische Macht lag alleine bei einer
Partei. Dies war die SED (= Sozialistische Einheitspartei Deutschlands). Freie
Wahlen gab es nicht, von
Demokratie konnte nicht gesprochen werden. Am
17. Juni 1953 haben viele Menschen in einem Aufstand gegen die Verhältnisse in der DDR protestiert. Doch sie konnten nichts ausrichten, der Aufstand wurde gewaltsam niedergeschlagen. Weil viele Menschen die DDR in den ersten Jahren ihres Bestehens verlassen haben, um im Westen zu leben, haben die Machthaber in der DDR im August 1961 die
Grenze zur Bundesrepublik Deutschland geschlossen und die
Berliner Mauer errichtet. 40 Jahre nach ihrer Gründung ist die DDR zusammengebrochen. Dazu haben viele
Bürger der DDR beigetragen, indem sie gegen den Staat demonstriert haben. Sie wollten, dass sich die DDR verändert, und sie hatten Erfolg. Ihre friedliche
Revolution führte zum Ende der DDR und mündete in die Vereinigung von DDR und Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990. Seither ist dieser Tag der deutsche Nationalfeiertag und wird "
Tag der Deutschen Einheit" genannt.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
Wie lebten die Kinder in der DDR?
Antwort der Redaktion:
Hallo Anna-
Sarah, in vielen Bereichen war das ähnlich wie in anderen Ländern -
sie gingen in den Kindergarten und die Schule, hatten Freundinnen und Freunde, mit denen sie Spaß hatten. Aber einiges war anders. Fast alle Kinder wren ab dem Alter von sechs Jahren Mitglieder bei den sogenannten Jungpionieren, ab der vierten Klasse gehörte man dann zu den "Thälmannpioniere" (der Name kam von Ernst Thälmann, einem ehemaligen Vorsitzenden der
Kommunistischen Partei Deutschlands). Die Kinder verbrachten ihre zeit bei "Pioniernachmittagen", es gab auch "Pionieraufträge", bei denen
gemeinnützige Aufgaben verrichtet wurden. Wieso gab es diese Organisationen? Die Kinder sollten dazu erzogen werden, im Sinne der DDR gute "jungen Sozialisten" zu werden, die bereit waren, dem
Staat treu zu sein. In diesen Organisationen lernten sie die Gedanken kennen, die die Führer der DDR ihnen beibringen wollten. Weitere Informationen zu diesem Thema findest du auf der Seite des
Deutschen Historischen Museums.
Inwiefern waren die Volkskammerwahlen in der DDR undemokratisch??
Antwort der Redaktion:
Hallo Ben, die Wahlen waren undemokratisch, weil schon vorher fest stand, wer die Wahl gewinnen wird. Die
Wähler konnten nämlich nicht zwischen verschiedenen
Parteien und
Kandidaten auswählen, sondern ihre Stimme nur für eine vorher festgelegte Liste (die so genannte Einheitsliste) abgeben. Zwar hatten sie formal die Möglichkeit Namen von dieser Liste zu streichen, damit hätten sie sich jedoch verdächtig gemacht. Denn die Wahlen fanden in der Regel auch nicht geheim, also in einer Wahlkabine, sondern öffentlich statt.
Hallo,
Ich wollte mal fragen: warum Walter Ulbricht im Jahr 1971 vom "Ziehsohn" Erich Honecker (mit Hilfe von der UdSSR - Leonid Breschnew) abgesetzt wurde und war die ökonomische "Ulbricht-Politik" für die DDR erfolgreicher als "Honecker`s Politik" der Wirtschaft-und Sozialpolitik ??
und war Walter Ulbricht wirklich ein totalitärer Diktator - vergleichbar mit z.B. Mao??
Antwort der Redaktion:
Hallo Anonym, Walter Ulbricht verlor in den frühen 1970er Jahren an
politischem Rückhalt, sowohl in der SED als auch in Moskau. Dabei ging es zum Beispiel um Fragen der Gestaltung der Beziehungen zwischen DDR und
BRD und um wirtschaftspolitische Entscheidungen. Das führte zum Machtwechsel in der DDR. Auch wenn es sicher brutalere
Diktatoren gab, Walter Ulbricht zeigte in vielen Punkten
totalitäre Ansprüche. So wurde er zum Beispiel 1960 Vorsitzender des Staatsrats und neues Staatsoberhaupt der
Republik. Mit dieser Position waren erstmals alle entscheidenden Machtpositionen in den Händen einer Person vereint. Acht Jahre später gehörte Ulbricht zu den Befürwortern eines
militärischen Eingreifens der
Staaten des Warschauer Vertrags zur gewaltsamen Niederschlagung des "Prager Frühlings".
Hier, auf der Seite des Deutschen Historischen Museums, findest du prima Informationen zu diesem Thema.
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